Das Hauptjahr des Bauernkriegs 1525 |
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| Der ständige Kampf ums tägliche Brot, ums Überleben, war im 16. Jahrhundert der Alltag weiter Bevölkerungskreise. Die Landbevölkerung trug nicht nur die schwere Last der körperlichen Arbeit, sondern wurde durch die Grundherren oft ohne Gnade ausgebeutet. Leibeigenen galten bei manchen Adeligen weniger als Tiere und waren der Willkür ihrer Herren fast rechtlos ausgeliefert. |
| Andererseits verbreiteten sich neue Ideen durch Druckerzeugnisse und Prediger über ganz Europa. Die Freiheiten der Stadtbevölkerung und das Selbstbewusstsein der Stände waren Vorbild für die Landbevölkerung ähnliche Rechte einzufordern. Zum Anfang des 16. Jahrhunderts kam es dann zu Gewalt und Aufruhr. |
| Der Bauernkrieg war das Aufbegehren einer ganzen Bevölkerungsschicht, eine Revolution. Auf ihrem Höhepunkt standen in ganz Süddeutschland, der nördliche Schweiz und Tirol Bauern und Leibeigene gegen die jeweiligen Landesherren. Je nach der Region waren die Forderungen allerdings verschieden. |
| Gemeinsam
waren allen Bauernhaufen folgende Anliegen: - gleiches Recht und damit gleiche Gerichtsbarkeit für alle - Aufhebung der Leibeigenschaft - Abschaffung des kleinen Zehnten. |
| Darüber
hinaus wurde meist das Jagd- und Fischrecht für jedermann, oder sogar die
Beseitigung der Adelsvorrechte verlangt. Nach den Anfangserfolgen der Aufrührer wurden die Forderungen immer radikaler: Item es sollen auch schädliche Schlösser, Wasserhäuser und Befestigungen, daraus gemeinem Mann bisher hohe, merkliche Beschwerung zugestanden sein, eingebrochen oder ausgebrannt werden .... (aus den Artikeln des fränkischen Bauernheeres.) |